Südrampe - Brunntal - Grazer Bergland

Südrampe - Brunntal - Grazer Bergland - Klettern

8
Diff
03:00
255m
170Hm
01:00
01:00
S
Abs
Fels
Die Südrampe im Brunntal war ursprünglich eine technische Kletterei mit einem Seilzugquergang, einer A1 Länge und einer A0 Länge in der letzten Seillänge. Durch die Sanierung wurden ein neuer Einstieg und eine Umgehung der A1 Länge eingerichtet, außerdem ist der Seilquergang nun nicht mehr notwendig, aber weiterhin möglich. Die A1 Länge wurde mit Bohrhaken versehen und kann somit weiterhin technisch geklettert werden. Alles in allem eine eindrucksvolle und anspruchsvolle Kletterei.
Kühberger, Mayer, Robert 1977 saniert: Richter, Ostermayer, Zink, Schwaiger 2012

 

Literatur

Kletterführer Grazer Bergland

Beschreibung

1. Seillänge

1. SL (7-, 30m):

Vom Einstieg in die schöne plattige Rissverschneidung, die schwierige Stelle ist eine kurze Einzelstelle (hoch ansteigen). Bei einem Bäumlein aus der Verschneidung hinaus, über kurzes Schrofengelände zum Standplatz.
Die Seillänge ist perfekt abgesichert.

2. Seillänge

2. SL (6+, 20m):

Die zweite Seillänge bietet freundliche Plattenkletterei in perfektem Fels, am Ende nach links zum Standplatz.

3. Seillänge

3. SL (7-, 30m):

In der dritten Seillänge wartet am Beginn steile Risskletterei, nach dem Überhang pfeilerartig zum nächsten Haken (weiterer Abstand), der Riss rechts ist hier erdig, besser links halten.
Danach wieder schöne Risskletterei (ein kleiner Friend beruhigt hier etwas) zum Standplatz vor der Plattenquerung.

4. Seillänge Beginn

4. SL (7+, 35m):

Die vierte Seillänge kann entweder über einen Seilzugquergang (saniert) oder in freier Kletterei vom Standplatz direkt in die Plattenzone geklettert werden.
Am Beginn eine 7+ Passage, leider ist der Streifen oft nass und erdig (Schlatz), die Stelle kann aber gut A0 geklettert werden.
Nach dem schwierigen Beginn quert man ziemlich konstant im 6er Gelände die große Platte, am Ende leichter unter die beeindruckende helle große Verschneidung.
Der Standplatz befindet sich direkt unter der Verschneidung neben einem großen Block.

5. Seillänge

5. SL (6+, 30m):

Hier teilt sich die Route, wer mit Leiter ausgestattet ist, kann gerade die Verschneidung hoch klettern.
In freier Kletterei wird die Verschneidung durch zwei neue Seillängen umgangen.
Vom Standplatz nach unten in die schöne Plattenquerung, die Absicherung ist hier etwas weiter, die Felsqualität bestens und die Schwierigkeiten ziemlich konstant. Am Ende weiter Hakenabstand zum letzten BH (Friend).

6. Seillänge schöne Platten

6. SL (7-, 15m):

Die Seillänge bietet wieder Plattenkletterei in bestem Fels, den Überstieg über links (Wasserrrunsen!) in super rauem Fels klettern, danach nach rechts zum Standplatz queren.
Die Route vereinigt sich an dieser Stelle wieder mit der originalen Linienführung.

7. Seillänge steiler Beginn

7. SL (7, 30m):

Die siebente Seillänge startet zunächst steil, danach legt sich der Fels etwas zurück und man quert wieder über schöne Platten nach links zum Standplatz direkt bei der Höhle.

8. Seillänge A0 Passage

8. SL (6+, 6 A0 oder 8+ 20m):

Die letzte schwierige Seillänge beginnt direkt über der Höhle, nach dem dritten Haken zwingend 6+ in die plattige liegende Verschneidung.
Die Verschneidung kann gut A0 (6) geklettert werden, in freier Kletterei 8+, aus der Verschneidung direkt zum Standplatz.

9. Seillänge

9. SL (45m, 5):

In der letzten Seillänge folgt nochmals schöne Kletterei im 5er Gelände, besonders schön die Schuppe vor dem 2er Gelände.
Der Standplatz vom Grottenweg kann ausgelassen und direkt über den Kamin zum Ausstieg.
Achtung auf lose Blöcke nach der Schuppe.

Tipps

  • Trotz Sanierung sollte die Tour nicht unterschätzt werden, nach oben hin steigern sich die Schwierigkeiten, sicheres Klettern im 6er Gelände ist unbedingt erforderlich.
  • In der Führerliteratur ist die max. Schwierigkeit mit 6 A0 angegeben, aus unserer Sicht sind einige Stellen schwieriger, z.B. mittlerer Abschnitt der 3. Seillänge, 5. Seillänge nach der Sanduhr, 8. Seillänge beim Überstieg in die Verschneidung.
  • Unbedingt trockene Verhältnisse abwarten.
  • Die Tour ist eine echte Bereicherung im unteren Brunntal.

Zustieg

Dauer: 01:00, Höhendifferenz: 500Hm
Vom Parkplatz bei der Bärenschützklamm den Wanderweg in Richtung Bärenschützklamm bis zum Mauthäuschen folgen.
Man erhält meist freien Zutritt, wenn man als Kletterer ersichtlich ist und den Kassier entsprechend höflich nach freiem Zutritt bittet.
Man wandert nun durch den ersten Teil der Bärenschützklamm bis bei einem Unterstand rechts ein Waldwegerl ins Brunntal abzweigt, diesen Pfad folgt man zu den einzelnen Einstiegen.

Zugang

Der Einstieg befindet sich zwischen dem Grottenweg und der Abseilpiste direkt unter der großen Verschneidung, die die gesamte Wand durchzieht.

Abstieg

Dauer: 01:00
Vom Ausstieg weiter am Grat entlang bis zum zweiten Sattel, ein Fixseil leitet zum ersten Abseilstand.

Informationsstand

09. Mai 2019

Tourdaten

Schwierigkeit, Orientierung, Klettertechnik

SchwierigkeitFelsstrukturenCharakter
8 (6+ obl)
Anhaltend 6 mit 7er Passagen, der Ausstieg 8, die Bohrhakenleiter A1
Verschneidung, Riss, Überhang, Reibung, Platten, Traversesteil, ausgesetzt

Absicherung

AllgemeinBohrhakenKommentar
sehr gutvieleAn ein paar Stellen auch weitere Abstände, speziell im 6er Gelände.

Ausrüstung

50m12Hinweis
In der 3. und 5. SL ein kleiner Friend C4 0.3 hilfreich

Tourdaten

KarmaHöhe EinstiegHöhe AusstiegWandhöhe
974m1.144m170Hm

Wegpunkte

WegpunktLatLonHöhe
Start/EinstiegN 47° 20.57250'E 15° 24.11490'974m
AusstiegN 47° 20.60426'E 15° 24.06849'1.144m
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